Ein Hauch von Mittelerde

Tongariro Alpine Crossing – 06.11.2018

Eher spontan ging es für uns nach Süden und direkt zum Tongariro Alpine Crossing.
Eigentlich wollten wir in den Westen, aber da das Wetter die Woche darauf schlechter werden sollte, hatten wir uns dazu entschieden, das Tongariro Alpine Crossing vorzuziehen.

Im Voraus: Das war die beste Entscheidung die wir machen konnten !!!

Der Wecker klingelte 5:30 Uhr, da unser Shuttlebus um 6:40 Uhr vom Camp zum Startpunkt abfahren sollte.
In der Morgendämmerung noch sehr kalt und am Parkplatz sehr nebelig, wurden wir innerhalb von 30 Minuten mit einen wunderschönen Sonnenaufgang belohnt.

start
Sonnenaufgang – der Mt. Ngauruhoe noch recht weit entfernt

Gegen 8 Uhr starteten wir die 8 1/2 stündige Wanderung quer durch den Tongariro National Park (circa 19 Kilometer).

Auf den ersten Kilometern, mit leichten Anstieg bis zu den Soda Springs, kamen wir Schritt für Schritt dem aus der „Herr der Ringe“ bekannten Vulkan immer näher.

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Weg
Ein kleiner Bach säumte den Wanderweg bis zu den Soda Springs (ein Wasserfall)

Folgend eine anstrengende Etappe – Devil’s Staircase.
Ein Anstieg, kombiniert aus vielen Treppen, von 1.400m auf 1.600m Höhe.

Belohnt wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht auf den zurückgelegten Weg und über den South Crater (einer langezogenen Ebene).

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Devil’s Staircase
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Blick über den South Crater
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Mt. Ngauruhoe

Im Anschluss folgte der letzte große Anstieg auf eine Höhe von 1.886m, dem Red Crater.
Von dessen Spitze konnten wir, in fast alle Himmelsrichtungen, einen unglaublichen Ausblick genießen. Wolkenloser Himmel bis an den Horizont.

A

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Ein Gruppenselfie von oben.
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Blick auf einen der Emerald Lakes.

Der Red Crater markiert in etwa die Hälfte der Wanderstrecke und somit sollte laut Reiseführer gegen 12:30 Uhr der Abstieg in Angriff genommen werden – insofern man  seinen letztes Shuttle noch schaffen möchte.
Noch kurz wartend, beobachteten wir die Menschenmenge vor uns und zählten, wie viel Personen in den nächsten Sekunden beim Abstieg ausrutschen – da kamen einige zusammen, die etwas Übermotiviert oder mit dem falschen Schuhwerk, den steinigen und rutschigen Abstieg wagten.

Ebenso auf etwa 1.600m Höhe folgte der Central Crater mit mehrere kleinen Seen, den Emerald Lakes.

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Farbenreich – Gelb, Grün, Rot und Blau  – gepaart mit schwefeligen Duft

Nach dem durchschreiten des langen Kraters folgte das letzte Ziel vor dem langen (sehr sehr langen) Abstieg, der große Blue Lake.

Ruapehu
Ein Blick nach hinten auf den Mt. Ruapehu
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Blue Lake

Entlang des Sees führte der Wanderweg in Richtung Norden.

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Blick über den Lake Rotoaira (rechts) und dem großen Lake Taupo (rechts am Horizont)

Fast drei Stunden Abstieg sagte der Reiseführer. Ein Blick auf die Uhr sagte: könnte eng werden mit unseren Shuttle um 16:30 Uhr.

Ohne große Pausen musste also die letzte Etappe gemeistert werden und wir hatten nicht das Gefühl, dass wir uns auch nur annähernd dem Ende entgegen sehnen durften.
Der Weg wurde länger und länger – die Vegetation änderte sich von einer öden Landschaft, hin zu kleinen Grasbüscheln bis zum für uns bereits bekannten typischen neuseeländischen Wald (bestehend aus Farnen, Palmen, Bäumen und einen kleineren Fluß).

Immer die Uhr im Blick, beschlossen wir den „Rest“ der Strecke zu joggen.
Wie sich rausstellte, hatte der sogenannte Rest nur eine länge von etwa 100 Metern.

Link zum Instagramvideo.


Ein wenig zur Geschichte des Tongariro Nationalparks (Auszüge aus Wikipedia):

Der Tongariro-Nationalpark ist der viertälteste Nationalpark weltweit.
Im Zentrum des Parks befinden sich drei aktive Vulkanberge: der Tongariro (1968 m), der Ngauruhoe (2291 m) und der Ruapehu (2797 m).

Auf dem Gebiet des Nationalparks befinden sich mehrere Kultstätten der Māori, die die Vulkane als heilig verehren.

Die drei Vulkanberge Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu bilden das südliche Ende einer 2500 Kilometer langen Kette von Vulkanen, die durch das Zusammentreffen der Pazifischen mit der Indisch-Australischen Platte entstanden sind. Alle drei Vulkane sind noch aktiv.

Verschiedene Szenen der Filmtrilogie Der Herr der Ringe wurden im Tongariro-Nationalpark gedreht. Nach den Dreharbeiten von Kampfszenen waren im Park später Sanierungsarbeiten erforderlich, um Schäden zu beseitigen. Der Mount Ngauruhoe ist als Schicksalsberg im Film zu sehen.


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